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Mit 35 Sekunden Vorsprung
Triathlet Thomas Springer startet von Halle in die ganze Welt
"Olympia 2012 - dann bin ich 28. Es ist medizinisch erwiesen, dass Triathleten in diesem Alter am leistungsfähigsten sind", rechnet Thomas Springer, der schon jetzt auf der Überholspur richtig durchstartet. Den EM-Qualifikationswettkampf im Triathlon gewann der erfolgreiche Sportler aus Halle 2003 souverän mit 35 Sekunden Vorsprung und wurde anschließend Vize-Europameister. "Dass ich mir als bester deutscher EM-Starter diesen Titel holen würde, hätte ich nie gedacht. Natürlich war ich gut auf das Rennen vorbereitet, aber mein langfristig angelegtes Trainingsprogramm sieht eigentlich vor, dass ich erst im Dezember richtig fit bin", erklärt Thomas Springer. Im Dezember wird in Neuseeland die Triathlon-Weltmeisterschaft ausgetragen - eine Medaille soll es dann schon sein, hat sich der Hallenser vorgenommen.

Im Sport kommt es darauf an, erfolgreich zu bleiben

Bis dahin wird er neben dem täglichen Training auch seine Abschlussprüfung zum Masseur und medizinischen Bademeister absolvieren. Was den Triathlet besonders freut, ist das Entgegenkommen seiner Lehrer: "Ich konnte mir den Zeitpunkt der Prüfung selbst aussuchen, da hat sich die Schule ganz nach mir gerichtet." Nicht nur die Kulanz seiner Ausbilder schätzt Thomas Springer an der Saalestadt. Auch im SV Halle fühlt sich der Triathlet seit vielen Jahren wohl und gehört inzwischen zum Junior-Olympiateam. "Früher habe ich die erfolgreichen Sportler bewundert, heute bin ich selbst derjenige, zu dem man aufschaut", schmunzelt Springer und betont, dass er trotz seiner außergewöhnlichen Leistungen mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Tatsachen bleiben will.

"Im Sport kommt es weniger darauf an, erfolgreich zu sein als erfolgreich zu bleiben. 2003 ist es mir gelungen, an meine Vorjahrsleistungen anzuknüpfen und sie sogar um einiges zu verbessern. Nun gilt es, mich auf längere Sicht als guter Triathlet zu beweisen, erst dann kann ich von wirklichem Erfolg sprechen", so Thomas Springer.

Das Unmögliche ist das Ziel

Einer, der an ihn glaubt, ist Bundestrainer Louis Delahaye. Nach dem überwältigenden Erfolg bei der Triathlon-Europameisterschaft bekam der Hallenser den einzigen in diesem Jahr neu eingerichteten Platz in der Sportfördergruppe der Bundeswehr. "Insgesamt 25 Nachwuchsspitzensportler hatten sich darum beworben - und ich darf ab Januar 2004 in Saarbrücken als Sportsoldat trainieren", freut sich Thomas Springer. Das Gruppentraining ergänzend, wird er aller drei Wochen auch nach Halle kommen, um hier sein Einzeltraining fortzusetzen: "Auf die Heide könnte ich nicht verzichten. Es gibt keinen schöneren Ort, um zu laufen", schwärmt der Hallenser. Ehrgeiz und vor allem Disziplin seien notwendig, so Thomas Springer, um es bis nach vorn zu schaffen: "Nur wenn das Unmögliche das Ziel ist, wird das Mögliche erreichbar."



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