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Welche Sportart passt zu einem unternehmerischen Engagement?

Nicht nur im Sponsoring, auch als Plakat- oder Anzeigenmotiv sowie im Eventbereich wird das Thema Sport von Kommunikationsspezialisten gern aufgegriffen. Sport steht nicht nur ganz allgemein für Dynamik - jede Sportart verkörpert individuelle Imagefaktoren. Wie lautet die zentrale Botschaft Ihres Unternehmens und was ist das sportliche Gegenüber dazu? Welche Zielgruppen begeistern sich für welche Sportarten und welche Sportarten passen aus Konsumentensicht besonders gut zu welchen Angebotskategorien?

Diese Fragen werden beantwortet von der Studie "Das Eventpotenzial der 150 wichtigsten Sportarten" und kommt zu naheliegenden und überraschenden Ergebnissen. So wird z.B. die Aussage "Kompetenz erleben" von den meisten Verbrauchern an erster Stelle mit Freeclimbing in Zusammenhang gebracht wird, aber auch an zweiter und dritter Stelle mit Eisklettern und Triathlon. Die Studie katalogisiert 150 Sportarten in die folgenden acht Gruppen, die dieselben Zielgruppen ansprechen sollen:
  1. Sozialorientierte Mannschaftssportarten: (Beach-)Volleyball, Basketball und Fußball.
  2. Naturbetonte Sportarten: Wandern, Segeln, Schnorcheln, Hundeschlitten- oder Ballonfahren.
  3. Koordinationssportarten: Eiskunstlauf, Hochsprung, Kunstturnen und Skatebording.
  4. Powersportarten: Bergsteigen, Drachenfliegen, Mountainbiking und Snowboardfahren.
  5. Gesundheits- und Fitnessportarten: Jogging, Marathon, Skilanglauf, Schwimmen und Inlineskating.
  6. Geschwindigkeitsorientierte Sportarten: Wasserski, Bobfahren, Motorradrennen.
  7. Thrillsportarten: Bungee Jumping, Fallschirmspringen, Freeclimbing, Skysurfen.
  8. Kneipen- und Schießsportarten: Kegeln, Bowling, Billard und Bogenschießen.

Bereits mit Beginn eines Markenaufbau sollte sich der Unternehmer einen Überblick verschaffen, welche Sportarten schon durch Wettbewerber belegt sind und eine andere wählen, die ebenfalls gut zur Zielgruppe passt.

Die Generation 55+ begeistert sich besonders für Leichtathletik. Jüngere Zielgruppen bevorzugen dagegen schnelle Sportarten wie Basketball oder Eishockey. Golf eignet sich besonders, um Selbständige anzusprechen, die idealerweise über 45 Jahre alt sind. Weiterhin überraschendes Detail der Studie macht es keinen Unterschied, ob die Sportinteressierten die von Ihnen bevorzugte Sportart aktiv ausüben oder nur als Zuschauer verfolgen. Koordinationssportarten passen nach Analyse der Studie aus Verbrauchersicht gut zu Kosmetik- oder Automobilhändlern. Denn dieser an Leistung und Ansehen orientierte Sport gilt bei Verbrauchern als genauso prestigeträchtig, außergewöhnlich und exklusiv wie die so inszenierten Produkte. Andererseits eignen sich auch Powersportarten, um die Produkteigenschaften von Autos zu vermitteln. Mit Finanzdienstleistungen assoziieren Verbraucher keine spezielle Sportart. Das lässt Spielraum für das langfristige Sportmarketing. Durch kontinuierliche Events können Gewöhnungseffekte eintreten und eine Verbindung zwischen Sportart und Produkt aufgebaut werden.

Quelle: In Anlehnung an: Pracht, S.: Den richtigen Sport für die Werbung nutzen. In: aquisa, Juli 2004, S. 26-27.



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