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Jahresbericht 2007


1. Auf dem Weg zu den XXIX. Olympischen Sommerspielen in Peking 2008


Die Olympischen Spiele 2008 in Peking werfen ihre Schatten voraus. Die Faszination für das weltgrößte Sportereignis ist ungebrochen. Für jeden Sportler ist eine Teilnahme an Olympischen Spielen das größte Ziel. Um dieses Ziel zu erreichen, fördert und unterstützt die Stiftung Sport Region Halle die Anstrengungen der Talente und Top-Athleten und -Athletinnen aus Halle und Umgebung. Im vorolympischen Jahr haben die Qualifikationswettkämpfe begonnen. Athletinnen und Athleten aus Halles Vereinen sind gut dabei.

Zur Zeit sind 46 Sportlerinnen und Sportler in das Peking-Team berufen. Aus der Region Halle haben Marcel Herfurth (Boxen), Heide Wollert, Claudia Malzahn (Judo), Markus Becker, Stephan Henze, Kay Simon, Robby Simon, Erik Pfannmöller (Kanu-Slalom), Norman Müller, Nadine Müller (Leichtathletik), Christian Schreiber, Florian Eichner, Philipp Naruhn (Rudern), Paul Biedermann, Daniela Schreiber, Stefanie Hentke, Theresa Michalak (Schwimmen), Matthias Fahrig (Turnen), Andreas Wels, Katja Dieckow (Wasserspringen) gute Chancen, sich für die Teilnahme an den Olympischen Spielen zu qualifizieren.

Für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) werden etwa 450 Sportlerinnen und Sportler in Peking an den Start gehen. Im Leistungssportkonzept des Landessportbundes Sachsen-Anhalt und des Olympiastützpunktes Magdeburg/Halle ist folgende Zielstellung zur Teilnehmerzahl verankert:

Sportart Teilnehmer
Kanu-Rennsport 3
Kanu-Slalom 2
Rudern 3
Boxen 1
Handball 2
Judo 1
Leichtathletik 6
Schwimmen 3
Turnen männlich 1
Wasserspringen 1
Behindertensport 3


Was erwartet unsere Athletinnen und Athleten, die Trainerinnen und Trainer 2008 in Peking?
(Quelle: DER STANDARD, Printausgabe, 6.5.2008; Auszug aus: "China, das lernende System")

Wohin geht China? Die Antwort scheint eindeutig: China wird früher oder später ein Land sein, das Marktwirtschaft und Demokratie genauso miteinander verbindet, wie dies in Europa und Amerika üblich ist. Stillschweigend wird mit dieser Antwort vorausgesetzt, dass Demokratie und Marktwirtschaft die Norm sind, an der China sich zu messen hat. Und wenn sie heute noch nicht verwirklicht ist, so wird China früher oder später das Ziel erreicht haben. Diese Perspektive auf die Zukunft erlaubt, China gegenüber stets eine zwiespältige Haltung einzunehmen: Einerseits beruhigen wir uns damit, dass China sich ja schon auf dem Weg der Besserung befindet; andererseits können wir uns jederzeit darüber aufregen, dass China unseren Vorstellungen nicht gerecht wird.

Dabei wird immer wieder übersehen, dass nicht nur die Kommunistische Partei (KPCh), sondern auch große Teile der Eliten unterstreichen, China sei auf der Suche nach einem eigenen Weg der Modernisierung. Schließlich spricht man in China nicht nur von einem Sozialismus chinesischer Prägung. Auch die Marktwirtschaft ist von chinesischer Besonderheit.

Schon zu Maos Zeiten hat die KPCh für sich beansprucht, einen anderen Weg der Industrialisierung zu gehen als der große Bruder Sowjetunion. Nicht nur der legendäre Große Sprung nach vorn, sondern auch die Kulturrevolution sollte beweisen, dass Peking es anders macht. Seit 1978 und dem Beschluss über Reform und öffnung hat sich die KPCh jedoch von dieser Form des Sozialexperiments verabschiedet. Anstelle dessen wurde der chinesische Weg der Modernisierung ausgerufen, der nicht nach dem Entweder-oder-Prinzip funktioniert. Wo wir im Westen immer noch in Kategorien von Schwarz und Weiß denken, hält uns die KPCh entgegen, dass der chinesische Weg in die Moderne verbindet, was sonst trennt. Der Sozialismus soll durch kapitalistische Elemente angereichert werden, um China aus dem Armenhaus der Nationen hinauszuführen.

Anstelle der Diktatur alten Stils, in der persönliche Interessen stets den Wünschen von Partei und Staat unterzuordnen waren, soll ein neuer Lebensstil Einzug halten, in dem jeder und jede aufgerufen ist, seine und ihre höchst persönlichen Interessen zu verfolgen: eine Art Laissez-faire, das nur an seine Grenzen stößt, wenn der Verzicht auf Kontrolle seitens des Staates dazu ausgenutzt wird, die KPCh zu stürzen. Ausschlaggebend ist nach wie vor der uneingeschränkte Monopolanspruch der Partei. Diese hat sich in den letzten vierzig Jahren als eine lernende Institution erwiesen. Gerade deshalb, weil sie ihre Monopolstellung nicht aufgeben will, steht sie unter enormem Erfolgsdruck. Wo es keine Alternative gibt und geben darf, muss die einzige zur Verfügung stehende politische Kraft Tag für Tag beweisen, dass sie die Dinge im Griff hat. Nicht mehr der Klassenkampf steht an erster Stelle, sondern die gesellschaftliche Harmonie; die Massen werden nicht länger gegen den Feind mobilisiert, sondern potenzielle Widersacher, wenn irgend möglich, in das System integriert. Nicht Gewalt ist das Mittel zur Bewahrung des politischen Systems, sondern eine Kombination aus Unterdrückung einer kleinen Minderheit von Dissidenten mit erstaunlicher Handlungsfreiheit für die Mehrheit.

Für Beobachter aus dem Westen erschreckend, ergibt sich dieser neu gewonnene Handlungsspielraum für große Teile der Bevölkerung gerade aus der Tatsache, dass der Rechtsstaat in China auf schwachen Beinen steht. Nach dem Schema: Erlaubt ist, was nicht verboten ist, entwickeln Administrationen auf der unteren Staatsebene Experimente, für die es keine rechtliche Absicherung gibt. Reformen werden an einzelnen Orten im Land erst einmal ausprobiert ohne rechtliche Grundlage, bevor sie in Gesetze gegossen werden. Diese Vorgehensweise birgt ein großes Risiko, doch ist man sich in China einig: Die Dynamik der Entwicklung in China ist deshalb so groß, weil die Verrechtlichung noch nicht so weit fortgeschritten ist wie im Westen. Sie ist auch deshalb so groß, weil es mehr Ausnahmen als Regeln gibt. Die KPCh hat gelernt, dass sie als Moderatorin gesellschaftlicher Prozesse am besten überleben kann. So gesehen ist China wirklich auf einem eigenen Weg in die Moderne.

Die XXIX. Olympischen Sommerspiele werden vom 8. August bis zum 24. August 2008 in der chinesischen Hauptstadt Peking ausgetragen. Es sind die ersten Olympischen Spiele, die in der Volksrepublik China stattfinden werden. Den Zuschlag des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) erhielt Peking am 13. Juli 2001.

Während der Olympischen Sommerspiele in Peking werden 302 Wettbewerbe in 28 Sportarten ausgetragen (165 für Männer, 127 für Frauen und 10 gemischte Wettbewerbe). Dies ist ein Wettbewerb mehr als 2004 in Athen. Neun neue Wettbewerbe stehen auf dem Programm, darunter zwei in der neuen Radsportdisziplin BMX. Frauen werden erstmals zu einem 3000-Meter-Hindernislauf antreten. Darüber hinaus wurden bei den Schwimmwettbewerben zwei Entscheidungen im Langstreckenschwimmen hinzugefügt. Beim Fechten werden der Florett-Mannschaftswettbewerb der Männer und der Degen-Mannschaftswettbewerb der Frauen durch einen Florett-Mannschaftswettbewerb und einen Säbel-Mannschaftswettbewerb bei den Frauen ersetzt. Beim Tischtennis werden die bisherigen Doppel-Wettbewerbe durch Mannschaftswettbewerbe (Männer und Frauen) ersetzt.

Bei internationalen Beobachtern stieß die Wahl Pekings durch das IOC auf verhaltenen Protest. Insbesondere die Vergabe der Spiele an ein Land mit einem angeblich niedrigen Standard an Menschenrechten wurde kritisiert. Amnesty International machte zuletzt im April 2008 auf die weltweit höchste Anzahl von vollstreckten Todesurteilen, auf Folter und die sog. Erziehung durch Arbeit, auf die vielfach praktizierten Haftstrafen ohne Prozess und Urteil, sowie die eingeschränkte Medienfreiheit aufmerksam. Im Dezember 2007 startete die Organisation in Berlin ihre Kampagne Gold für Menschenrechte, die inzwischen von zahlreichen Sportlern und Prominenten unterstützt wird.

2. Die Firma mit den goldenen Ringen
(Quelle: Horizont Sportbusiness 1/2008; von Roland Karle)

Die konsequente Protektion von Markenrechten ist ein Grund, weshalb das "Unternehmen Olympia" in den zurückliegenden Jahren eine derartige Erfolgsgeschichte geschrieben hat. "Auf Exklusivität in jeder Produktkategorie legen wir größten Wert", nennt Gerhard Heiberg, Chef der IOC-Marketing-Kommission, einen weiteren für die Vermarktung entscheidenden Faktor.

Wer Partner des IOC ist, sitzt gleichsam im Olymp der Werbung. Gerade mal zwölf Unternehmen tragen den Titel "Top Partner der Olympischen Spiele". So hält man das Angebot knapp und den Preis hoch: Allein für die gegenwärtige Olympiade (2005-2008) fließen 866 Millionen Dollar in die IOC-Kasse. Zum Vergleich: Vor 20 Jahren zahlten die damals neun Partner zusammen 96 Millionen Dollar. Noch ergiebiger ist das Sponsoring im jeweiligen Gastgeberland. Allein das Organisationskomitee für Peking 2008 (BOCOG) hat durch Verträge mit Unternehmen wie Bank of China, China Mobile und Volkswagen mehr als eine Milliarde Dollar eingenommen. "Peking wird wohl alle Rekorde brechen", prognostiziert Heiberg. Was auch für die mit einem Anteil von über 50 Prozent größte Umsatzquelle der Spiele gilt: den Verkauf der TV-übertragungsrechte. Mehr als 1,7 Milliarden Dollar bezahlen Sender in aller Welt, um bewegte Bilder von den Wettkämpfen in China zu zeigen. Rund die Hälfte, 894 Millionen Dollar, steuert allein NBC Universal bei. Das US-amerikanische Network hat sich die Rechte bis 2012 gesichert. Für die Winterspiele in Vancouver 2010 wird es 820 Millionen Dollar überweisen, für die Sommerspiele 2012 in London die Rekordsumme von 1,81 Milliarden Dollar. Solch gewaltige Zahlungen zwingen zu Zugeständnissen. So wurde 1996 Beachvolleyball olympisch – nicht zuletzt weil NBC darauf drängte und die Höhe der Fernsehgelder daran koppelte. Auch in Peking pocht die Tochter des Mischkonzerns General Electric, auf bevorzugte Behandlung. Um die quotenstarken Sportarten Schwimmen und Turnen zur Hauptsendezeit übertragen zu können, finden die Wettkämpfe am Vormittag statt. Folge: Die europäischen Zuschauer müssen sich den Wecker auf 4 Uhr morgens stellen, um live dabei zu sein. Hier gilt das Gesetz des (Finanz-)Stärkeren: Die European Broadcasting Union (EBU) hat für die kontinentalen Rechte "nur" 442 Millionen Dollar locker gemacht.

Der deutsche IOC-Vizepräsident Thomas Bach spricht gerne von einer "kontrollierten Kommerzialisierung", und ein Ende des Aufwärtstrends zeichnet sich nicht ab. "Die Zahl der Internet- und Mobilfunk-Nutzer weltweit wächst, das eröffnet viele neue Möglichkeiten", sagt IOC-Marketingchef Heiberg. Dabei folgt er der Olympischen Charta, Grundgesetz der Spiele. Nach Regel 51 verpflichtet sich das IOC, eine komplette Berichterstattung über die diversen Medien und die größtmögliche Reichweite zu gewährleisten. Bei den Sommerspielen 2004 in Athen haben über 300 TV-Sender insgesamt 35000 Stunden übertragen; 3,9 Milliarden Menschen in 220 Ländern verfolgten die Wettkämpfe am Fernseher.

Die Marke Olympia lebt "von der Magie der Ringe", sagt Kommunikationsexperte Lorenz. "Weltmeister kommen und gehen. Das Prädikat Olympiasieger gilt für die Ewigkeit." Das IOC versteht es, Olympia perfekt zu inszenieren und dabei starke, jede Mode überdauernde Symbole einzusetzen: Lorbeerkranz, Fackellauf, Siegertreppe, Olympisches Feuer, Goldmedaillen. Dazu das ebenso schlichte wie mächtige Logo der fünf Ringe, die die Kontinente darstellen. "Die Marke Olympia steht für den Sport schlechthin.", sagt Andreas Pogoda, Gesellschafter der Brandmeyer Markenberatung in Hamburg. "Und sie lebt von ihrem hohen ethischen Anspruch: Völkerverständigung durch Sport."

Das 115 Mitglieder umfassende IOC nennt sich gern große Familie, tatsächlich ist es zu einer Weltfirma mit goldenen Ringen geworden. Die selbst definierten Grundwerte Leistung, Respekt und Freundschaft machen es kaum weniger anfällig für unlautere Machenschaften als andere Unternehmen. Der größte bekannt gewordene Korruptionsskandal der Neuzeit vollzog sich um die Vergabe der Winterspiele 2002 an Salt Lake City. Daraufhin wurden sechs IOC-Mitglieder ausgeschlossen und zehn verwarnt, vier traten zurück. Es folgte eine Strukturreform inklusive der Einführung einer Ethik-Kommission. Was Iwan Slawkow nicht davon abhielt, seine Stimme in der Londoner Bewerbung 2012 gegen Bares zu verscherbeln – vor versteckter Kamera. Das bulgarische IOC-Mitglied wurde danach suspendiert.

An der Marke Olympia haben diese Vorfälle nicht gekratzt, wie der Mainzer Sportökonom Holger Preuß in seinen Untersuchungen herausgefunden hat. "Die Konsumenten unterscheiden sehr wohl zwischen IOC und den Spielen selbst", sagt er. Markenberater Pogoda analysiert: "Zwischen der olympischen Idee und ihrer Umsetzung durch das IOC klaffen manchmal Welten, auch weil der Anspruch extrem hoch ist." Besonders die letzten Jahre der ära Samaranch waren herb. "Das IOC und die olympische Bewegung waren in einer massiven Krise", konstatiert Marketing-Experte Rolf Lorenz, der Samaranch-Nachfolger Jacques Rogge für einen Glücksfall hält. "Er löst leise ein Problem nach dem anderen".

Die größte Herausforderung wird ihn noch länger beschäftigen: der Kampf gegen Doping. Rogge fordert von den Verbänden mehr überraschende Trainingskontrollen. Bei den Olympischen Spielen selbst hat das IOC die Zahl der Tests kräftig erhöht: Waren es in Sydney 2500, so werden es in Peking 4500 und in London 6000 sein. Damit, das weiß auch Rogge, lassen sich längst nicht alle Schlupflöcher schließen. Doch jeder weitere Sportbetrüger ist eine Gefahr für die olympische Marke. Doping kann ihr, sagt Preuß, "richtig schwer schaden".

3. Die Ergebnisse der halleschen Teilnehmer an Welt- und Europameisterschaften 2007

Im Bereich der Spitze nahmen 18 Sportlerinnen und Sportler in 9 Sportarten an den Welt- und Europameisterschaften teil. Sie erreichten drei Goldmedaillen, drei Silbermedaillen und fünf Bronzemedaillen.

Bei den Nachwuchssportlern der Altersklasse U23 gingen 8 Sportler in 4 Sportarten an den Start und erkämpften eine Goldmedaille und eine Silbermedaille.

Im Nachwuchs der Altersklassen Junioren und Jugend nahmen 14 Sportlerinnen und Sportler in 6 Sportarten an den Welt- und Europameisterschaften teil. Sie erzielten sieben Goldmedaillen, zwei Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen.

3.1. Leistungsbilanz Erwachsene

Sportart WK Name Verein Ergebnisse olympische Disziplin Ergebnisse nichtolympische Disziplin
Boxen WM Herfurth, Marcel SVH nach 2. Kampf ausgeschieden
Judo EM Wollert, Heide SVH 5. Platz 70 kg
WM Wollert, Heide SVH 1. Kampf verloren 78kg
Kanu-Slalom EM Pfannmöller, Stefan BSV 4. Platz K1 2. Platz 3xK1
Pfannmöller, Erik BSV 10. Platz C1 2. Platz 3xC1
Simon, Robby BSV 1. Platz 3xC2
Simon, Kay BSV 1. Platz 3xC2
WM Pfannmöller, Stefan BSV 11. Platz K1 1. Platz 3xK1
Becker, Marcus BSV 4. Platz C2 4. Platz 3xC2
Henze, Stefan BSV 4. Platz C2 4. Platz 3xC2
Simon, Robby BSV 6. Platz C2 4. Platz 3xC2
Simon, Kay BSV 6. Platz C2 4. Platz 3xC2
Leichtathletik WM Müller, Norman HLF 22. Platz
10-Kampf
Müller, Nadine HLF ausgeschieden
Rudern WM Eichner, Florian SVH 2. Platz Achter
Naruhn, Philipp SVH 3. Platz R4+
Schreiber, Christian SVH 10. Platz D2
Schwimmen WM Biedermann, Paul SVH 7. Platz 200F
Turnen EM Fahrig, Matthias SVH 3. Platz Boden
4. Platz Sprung
Wasserspringen WM Wels, Andreas SVH 3. Platz Synchron
Dieckow, Katja SVH 7. Platz 3m
Behindertensport WM Iser, Ulrich ABSV Halle 3. Platz Kugel
3. Platz Diskus


3.2. Leistungsbilanz Nachwuchs

- Anschluss (U23) -

Sportart WK Name Verein Ergebnisse olympische Disziplin Ergebnisse nichtolympische Disziplin
Kanu-Slalom U23-WM Unger, Martin BSV 15. Platz C1 2. Platz 3xC1
Behling, Robert Mers. 9. Platz 3xC2
Becker, Thomas Mers. 9. Platz 3xC2
Leichtathletik U23-EM Müller, Nadine HLF 9. Platz Diskus
Hartz, Ulrike HLF 14. Platz 7-Kampf
Rudern U23-WM Gulyas, Martin SVH 1. Platz D4
Zimmermann, Christoph SVH 4. Platz R2o
Triathlon U23-WM Springer, Thomas SVH 6. Platz


- Nachwuchs -

Sportart WK Name Verein Ergebnisse olympische Disziplin Ergebnisse nichtolympische Disziplin
Kanu-Slalom JEM Behling, Robert Merseb 1. Platz C2
Becker, Thomas Merseb 1. Platz C2
Leichtathletik JEM Freimuth, Rico HLF 3. Platz 10-Kampf
RSG JEM Mansour, Janine SKC T. 12. Platz Gruppe
Ulbrich, Lisa SKC T. 12. Platz Gruppe
Marx, Laure-Tabea SKC T. 12. Platz Gruppe
Nickel, Julia SKC T. 12. Platz Gruppe
Rudern JWM Bast, Florian SVH 1. Platz R8
Lauterbach, Tim SVH 1. Platz R8
Schmidt, Michaela SVH 2. Platz R8
Schwimmen JEM Michalak, Theresa SVH 2. Platz 200mL
7. Platz 100mS
9. Platz 400mL
5. Platz 4x200mF
EYOF Radicke, Melanie SVH 1. Platz 400mF
1. Platz 200mF
1. Platz 4x100mF
3. Platz 800mF
Kraus, Madeleine Ha-Neu in UWV erkrankt
Wasserspringen JEM Fiedler, Franziska SVH 4. Platz 1m


4. Förderung mit Effizienz

Unsere Strategie "aus dem Nachwuchs in die Spitze" prägte auch 2007 die personenbezogenen Förderleistungen.
Um Fördermaßnahmen noch stärker an Leistungsziele und Ergebnisse zu binden, haben wir Kriterien entwickelt:

Kategorie 1
- Medaille bei EM, WM, OS innerhalb der letzten 2 Jahre (olympische Disziplinen)

Kategorie 2
- Medaille bei EM, WM (nichtolympische Disziplinen)
- Teilnahme am internationalen Höhepunkt des Vorjahres und Nominierung in das   Top-Team des Verbandes

Kategorie 3
- erfolgreiche Teilnahme JEM, JWM
- Perspektivkader OS 2008 mit Vorleistungen im O-Zyklus

Kategorie 4
- Jugendkader mit hervorragenden internationalen Ergebnissen

Kategorie 5
- Sonderkader mit Perspektive, aber aktuell unklarem Leistungsstatus



Athletinnen und Athleten mit Medaillengewinnen erhalten die Förderung in vollem Umfang. Für alle anderen Athletinnen und Athleten ist die volle oder anteilige Förderung an den Leistungsnachweis beim Jahreshöhepunkt gebunden. Dazu werden mit allen Athletinnen und Athleten Planungs- und Auswertungsgespräche geführt und Zielvereinbarungen geschlossen.


Breiten Raum nahmen und nehmen die Maßnahmen zur Berufsförderung ein. Das Projekt "Flexible Berufsausbildung für Leistungssportler", Unternehmens-partnerschaften sowie die Kooperation mit Partnerhochschulen/Universitäten bilden dabei das Fundament. Ziel ist die individuelle Förderung der leistungsstärksten Athletinnen und Athleten in den vom Olympiastützpunkt betreuten Schwerpunktsportarten. Dabei verstehen wir Förderung zunehmend als Komplex aus Berufsförderung (Anstellungen, Ausbildungsplätze, Studienplätze, Praktika), Individualförderung (leistungsbezogene Aufwandsentschädigung), und Marketing (Unternehmenskommunikation mit Athleten und den Schwerpunktevents).

Von Seiten des bze Bildungszentrum Energie, unserem Hauptpartner im Projekt "Flexible Berufsausbildung für Leistungssportler", werden seit mehreren Jahren mangelnde Voraussetzungen für die Berufsausbildung bei den Abgängern der 10. Klassen festgestellt. Den Aufnahmetest für ihren Wunschberuf bestehen ca. 60% der Teilnehmer nicht. Sie werden dann gemeinsam mit Eltern und Olympiastützpunkt neu orientiert, um einen ihrem Leistungspotential entsprechenden beruflichen Bildungsweg einzuschlagen. Für einige Athletinnen und Athleten ist es erforderlich, Maßnahmen zur Erlangung der Berufsbildungsfähigkeit einzuleiten. Hierzu steht das Förderprogramm "Ich pack das!" von unserem Beiratsmitglied enviaM zur Verfügung. Wir können feststellen, dass sich unser Berufsförderungsprojekt nun schon im 12. Jahr bewährt.

Da die Diskrepanz zwischen dem Leistungsstand der Realschulabsolventen und den Zugangsanforderungen für die Berufsausbildung zunehmend größer wird, hat der Stiftungsvorstand gemeinsam mit dem bze und den Sportschulen Wege zur Verbesserung der Situation beraten und Maßnahmen eingeleitet. Zwischen Sportschulen und bze wurde eine Kooperationsvereinbarung über Schülerpraktika und Berufsorientierung geschlossen. Um eine gezielte Arbeit zur Verbesserung in ausbildungsrelevanten Fächern anzuregen, wird der Berufsfindungstest des bze bereits in den Vorabgangsklassen zur Probe durchgeführt.

Die in gemeinsamer Initiative mit dem Olympiastützpunkt Magdeburg/Halle gestartete Fördermaßnahme zur Verbesserung der Mobilität für Nachwuchssportler des "Team 2008 – Region Halle" bewährte sich im siebenten Jahr.

5. Fortschreibung unserer Projekte

In den vom Olympiastützpunkt Magdeburg/Halle besonders geförderten Schwerpunktsportarten stehen sowohl im Nachwuchs als auch in der Spitze Athleten zur Verfügung, die an den internationalen Höhepunkten ihrer Fachverbände teilnehmen. Sie demonstrieren durch das Erkämpfen von Siegen, Medaillen und vorderen Platzierungen das hohe Niveau der Sportentwicklung in der Region Halle und geben vielen Bürgern Beispiel und Ansporn zum eigenen Sporttreiben. Da es jeweils einzelne Talente sind, die von ihren Trainern aus dem Nachwuchs in die Spitze geführt werden, gilt ihnen unsere besondere Aufmerksamkeit. Unsere Projekte "Juniorteam – Region Halle" (Nachwuchs), "Team 2008 – Region Halle" (Anschluss) und "Individualförderung" (Spitze) sichern dabei die leistungsbezogene Förderung aus dem Nachwuchs in die Spitze. Einen wichtigen Stellenwert besitzt das "Juniorteam", welches jährlich mit zweckgebundenen Mitteln der Stadt- und Saalkreissparkasse ausgestattet wird. Erfolg oder Misserfolg beim erstmaligen Einsatz zu internationalen Meisterschaften beeinflusst häufig die überlegungen zu Fortführung oder Abbruch der sportlichen Karriere. Finanzielle und berufliche Fördermöglichkeiten spielen bei der Entscheidungsfindung zur persönlichen Lebensplanung der jungen Athletinnen und Athleten eine gewichtige Rolle. Unser komplexes Förderprogramm aus Berufsförderung und finanzieller Unterstützung zeigt Entwicklungsperspektiven in der Region auf und ist deshalb sehr wirksam.

Aus dem Kreise der besten 14 Nachwuchsathletinnen und -athleten unserer Region der Sportarten Kanu-Slalom, Leichtathletik, RSG, Rudern, Schwimmen und Wasserspringen, die bei offiziellen Höhepunkten gute Ergebnisse erzielten, wurde zum zwölften Mal der "Beste Nachwuchssportler der Region Halle" gewählt.

Für ihre Silbermedaille im Schwimmen bei den Junioreneuropameisterschaften 2007 in Belgien und Unterbietung der Olympia-Norm wurde Theresa Michalak der Förderpreis zuerkannt.

Die bisherigen Preisträger waren:

1996 Robert Kroll, Schwimmen, Junioreneuropameister
1997 Marco Rudolph, Rudern, 2. Platz Juniorenweltmeisterschaft
Christian Schreiber, Rudern, 2. Platz Juniorenweltmeisterschaft
1998 Markus Becker, Kanuslalom, Juniorenweltmeister
Stefan Henze, Kanuslalom, Juniorenweltmeister
1999 Markus Becker, Kanuslalom, Junioreneuropameister
Stefan Henze, Kanuslalom, Junioreneuropameister
2000 Kathleen Kluge, Leichtathletik, Juniorenweltmeisterin
2001 Claudia Malzahn, Judo, Europameisterin U20
2002 Katja Dieckow, Wasserspringen,
3. Platz Juniorenweltmeisterschaft, Synchronspringen,
2. Platz Junioreneuropameisterschaft 1-Meter-Brett,
2. Platz Junioreneuropameisterschaft, Synchronspringen
2003 Erik Pfannmöller, Kanuslalom, 2. Platz Junioreneuropameisterschaft
2004 Vivian Zimmer, Leichtathletik, Juniorenweltmeisterin
2005 Marcel Herfurth, Boxen, 2. Platz Junioreneuropameisterschaft
2006 Daniela Schreiber, Schwimmen, Doppeljuniorenweltmeisterin
2007 Theresa Michalak, Schwimmen, 2. Platz Junioreneuropameisterschaft


6. Die Tätigkeit des Vorstandes
Satzungsgemäß, auf Grundlage der Förderrichtlinien und an den Schwerpunkten des Jahresplanes 2007 orientiert, wurde an der Erfüllung der gestellten Förderziele gearbeitet.
Von den 53 eingereichten Förderanträgen konnten 43 positiv beschieden werden.
Davon entfielen 33 auf Individualförderung, 3 auf Vereinsförderung und 7 auf Veranstaltungsförderung.
Einschließlich der Projekte
"Bester Nachwuchssportler der Region Halle",
"Team 2008 – Region Halle",
"Junior Team Region Halle",
"Nachwuchsförderung – Wohnraum"
wurden rund 164 T€ an Fördermitteln ausgereicht.

Die anhaltend komplizierte Situation am Arbeitsmarkt bestätigte den Vorstand darin, sich dem Projekt "Flexible Berufsausbildung für Leistungssportler" weiterhin nachhaltig zu widmen.
Mit dem Blick auf die gegenwärtige Altersstruktur der heimischen Topathleten und auf die Planung für die Zukunft in der Region kommt diesem Projekt wachsende Bedeutung zu.

Der Vorstand führte planmäßig vier Sitzungen durch.
Folgende Partner waren Gastgeber, informierten über ihre Aufgaben und brachten Anregungen zur Arbeit der Stiftung ins Gespräch:
- IHK Halle-Dessau,
- Olympiastützpunkt Magdeburg/Halle, Bereich Halle,
- EVH GmbH – Energieversorgung Halle,
- Stadt- und Saalkreissparkasse Halle.

Die Jahrestagung der Stiftungsorgane wurde am 08. Juni 2007 im Dorint Hotel Charlottenhof Halle durchgeführt.
Satzungsgemäß hat den Vorsitz im Beirat der jeweilige Oberbürgermeister / die jeweilige Oberbürgermeisterin der Stadt Halle.
Nach Ablauf ihrer Amtszeit wurde Frau Ingrid Häußler herzlich für ihre Arbeit in Beirat und Kuratorium gedankt.
Die neue Oberbürgermeisterin der Stadt Halle und somit Vorsitzende des Beirates der Stiftung Sport Region Halle, Frau Dagmar Szabados, wurde von den Mitgliedern aller Gremien herzlich begrüßt. Sie leitete die Tagung.

Die Unternehmen Siemens AG, vertreten durch Herrn Dr. Frank Büchner, Geschäftsleiter Region Ost und Marsh GmbH Region Ost, vertreten durch Herrn Bernd Kaiser, Niederlassungsleiter, wurden einstimmig in den Beirat der Stiftung Sport Region Halle kooptiert.

Wie im Vorjahr verständigten sich Vorstand, Beirat und Kuratorium darauf, die Sportförderung auf hohem Niveau fortzuführen.

Erstmals – nach 12 Jahren – fand nicht im Anschluss an die Jahrestagung das Gala-Essen der Stiftung statt. Es sollte eine neue Form der Partnerpflege und Kommunikation gefunden werden.

So lud die Stiftung Sport Region Halle am 28.09.2007 zur Medien-Sport-Wirtschafts-Party in die Rotkäppchen-Mumm-Sektkellerei nach Freyburg ein.
Der Schirmherr der Veranstaltung, Herr Günter Heise, Geschäftsführer der Rotkäppchen-Mumm-Sektkellerei, begrüßte ca. 430 Gäste aus Sport, Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien.
Der Vizeweltmeister im Rudern mit dem Deutschland-Achter, Florian Eichner, wurde als medienfreundlichster Athlet mit dem Medien-Preis ausgezeichnet. TV Halle stiftete den Preis – die Erstellung einer persönlichen Präsentation als Video-Clip.
Drei thematische Büfetts, Gesellschaftsspiele in verschiedenen Räumen, Musik, Tanz, eine Tombola und vieles mehr brachte den Gästen kulinarische und kulturelle Abwechslung, ausgezeichnete Möglichkeiten zur Kommunikation und einen erlebnisreichen Abend.
Die durchweg positive Resonanz bestätigte Geschäftsführung und Vorstand, an der neuen Form der Veranstaltung festzuhalten.

Eine Kuratoriumssitzung wurde 2007 nicht durchgeführt.

7. Haushaltsplan 2007

Der Haushaltsplan spiegelt die Schwerpunktaufgaben zur Weiterentwicklung der Stiftungstätigkeit 2008 wider.
Dem weiter anwachsenden Förderbedarf wird durch die Fortführung der Förderungen auf dem hohen Niveau der Vorjahre Rechnung getragen.
Die dafür erforderlichen Mittel werden vornehmlich durch Spenden der Mitgliedsunternehmen und Akquisition weiterer Wirtschaftspartner für die Mitarbeit im Stiftungsbeirat erwirtschaftet.

Die Stiftung Sport Region Halle sieht ihre besondere Aufgabenstellung dabei in der leistungsbezogenen Unterstützung der Talente.
Schwerpunkt für das Jahr 2008 ist die Individualförderung als Komplex von sportfachlicher Förderung (durch den OSP), finanzieller Förderung und Berufsförderung durch die Stiftung Sport Region Halle und ihre Mitgliedsunternehmen.

Die beschriebenen Arbeitsschwerpunkte für das Geschäftsjahr fanden ihren Niederschlag in der Budgetplanung 2008. Neben den Förderausgaben und Aufwendungen für Projekte sind ebenso Mittel für öffentlichkeitsarbeit wie für unvorhergesehene Ausgaben eingestellt.

Erstmals mussten Mittel als Ausgleich zum Verlustvortrag 2007 eingestellt werden. Zugesagte Spenden für 2007 konnten erst 2008 gebucht werden.
Hier sind Maßnahmen zu ergreifen, den Grad der Verbindlichkeit von Spendenzusagen zu erhöhen, um Sicherheit in der Haushaltsführung zu erreichen. Die beschriebenen Arbeitsschwerpunkte für das Geschäftsjahr fanden ihren Niederschlag in der Budgetplanung 2007. Neben den Förderausgaben und Aufwendungen für Projekte sind ebenso Mittel für Öffentlichkeitsarbeit wie für unvorhergesehene Ausgaben eingestellt.

Einnahmen (in €) Plan 2008 Plan 2007 IST 2007
Spenden aus 2007, Eingang 2008 14.000,00
Spenden (bis 5 T€), Bußgelder 20.000,00 20.000,00 9.640,30
Spenden (ab 5 T€) 60.000,00 65.000,00 50.000,00
Spenden zweckgebunden 25.000,00 25.000,00 27.000,00
Spende Junior Team Region Halle 30.000,00 30.000,00 30.000,00
Zustiftungen 15.000,00 30.000,00
Zinseinnahmen 40.000,00 43.000,00 42.208,16
Erträge aus Nutzungsrechten 3.000,00 5.000,00
Überschuss 1.222,42 1.222,42
207.000,00 219.222,42 160.070,88


Ausgaben (in €) 2008 2007 IST 2007
Förderung
  Athleten 94.000,00 101.000,00
    allgemein 80.433,89
    Wohraumförderung 4.308,78
  Vereine
    allgemein
    OSP, zweckgebunden 5.000,00 5.000,00 4.678,17
    KSB/SSB, zweckgebunden 20.000,00 20.000,00 20.000,00
    weitere, zweckgebunden 2.000,00
  Veranstaltungen 15.000,00 15.000,00 14.919,72
  Projekte
    Junior Team Region Halle 20.000,00 20.000,00
      allgemein 18.748,41
      Wohnraumförderung 4.940,99
    Team 2008 - Region Halle 10.000,00 10.000,00 11.000,00
    NW-Sportler 3.000,00 3.000,00 3.000,00
Kosten der lf. Verwaltung 9.500,00 10.222,42 8.112,35
Öffentlichkeitsarbeit 2.000,00 2.500,00 471,50
Unvorhergesehene Ausgaben 1.000,00 2.500,00
Erhöhung des Stiftungskapitals 15.000,00 30.000,00
Ausgleich Verlustvortrag 2007 12.500,00
207.000,00 219.222,42 172.613,81
GRUNDSÄTZE...

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