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Jahresbericht 2006


1. Wirtschaftsmotor mit viel Power
(Auszug aus dem Partner Magazin 04/07 der Deutschen Sport-Marketing, von Stephan Schröder)

Sport in Deutschland gewinnt weiter an Relevanz. Neben den integrativen und Werte vermittelnden Aspekten treten immer stärker die ökonomischen Dimensionen des Themas hervor.

Es war einmalig: TV-Marktanteile von über 70 Prozent, Tausende in den Stadien und ungezählte Fußball-Aktive, die es auf der Wiese oder auf Kickplätzen den Stars in den Arenen nachtaten. Im Juni und Juli 2006 gab es eigentlich nur ein Thema in Deutschland, die Fußball-WM. Nahezu alle Medien waren von dem Rausch erfasst. Selbst in den ehrwürdigen Nachrichtensendungen wie der "Tagesschau" oder dem "heute-journal" drängte der Sport die Politik und die Wirtschaft in den Hintergrund. Fußball als "Ersatzreligion" und als temporäre Lebensaufgabe der überwiegenden Mehrheit der Deutschen.

Mit Sport lassen sich in Deutschland insgesamt rund 85 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahren kommunikativ erreichen, das sind mehr als 55 Millionen Bundesbürger.

Pro Jahr schlagen die Ausgaben in Deutschland für das Thema "Sport" mit rund 39 Milliarden Euro zu Buche. Denn eins wird häufig vergessen, die vielen Sportbegeisterten und vor allem die Aktiven konsumieren bei der Ausübung ihrer Passion, und das vielfach beträchtlich.

Der Sport hat sich zu einer Top-Umsatzbranche der deutschen Wirtschaft entwickelt.


2. Einwerbung privater Mittel
Rechtliche Rahmenbedingungen des Spendens, Stiftens und Sponserns

(Quelle: Stiftung Sport Region Halle & Sponsoring 4/2006; 5/2006 von Evelin Manteuffel, Essen)

Beim Einwerben zusätzlicher Mittel müssen auch wir sehr genau unterscheiden zwischen der Akquisition von Spenden, Stiftungen und Sponsoring-Partnerschaften, da es hier wesentliche steuerliche Unterschiede gibt. Während die Spende freiwillig und ohne Gegenleistung gegeben wird, ist Sponsoring ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Den altruistischen Spender belohnt der Fiskus mit einem Sonderausgabenabzug; der Sponsor kann seine Aufwendungen als Betriebsausgabe geltend machen.

Spende: freiwillig und unentgeltlich

Eine Spende zeichnet sich dadurch aus, dass sie freiwillig und unentgeltlich erfolgt. Freiwillig heißt, der Spender darf weder rechtlich noch aus anderen Gründen zu der Leistung, die er mit der Spende erbringt, verpflichtet sein.

Spendenabzug

Wer einer steuerbegünstigten Einrichtung eine Spende für mildtätige, kirchliche, religiöse, wissenschaftliche oder als besonders förderungswürdig anerkannte gemeinnützige Zwecke zukommen lässt, den belohnt der Fiskus mit besonderen steuerlichen Abzugsmöglichkeiten. Damit verfügen gemeinnützige Organisationen beim Spendensammeln über ein ganz entscheidendes Argument.

Sponsoring: auf Gegenseitigkeit

Im Fundraising-Mix gemeinnütziger Einrichtungen spielt Sponsoring eine immer größere Rolle. Sponsoring beruht im Gegensatz zur Spende auf einer vertraglichen Vereinbarung zwischen Sponsor und Gesponsertem. Der Sponsor erhält für seine Zuwendung eine ganz konkrete Gegenleistung, d.h. er handelt nicht uneigennützig.
Die gemeinnützige Einrichtung darf keine Zuwendungsbestätigung ausstellen, sondern muss eine Rechnung erteilen.

Sponsoring ist die Zuwendung eines Unternehmens an eine gemeinnützige Einrichtung zur Verfolgung unternehmensbezogener Ziele, insbesondere der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, aufgrund eines Vertrages.


3. Die Ergebnisse der halleschen Teilnehmer an Welt- und Europameisterschaften 2006

Im Bereich der Spitze nahmen 15 Sportlerinnen und Sportler in 9 Sportarten an den Welt- und Europameisterschaften teil. Sie erreichten fünf Goldmedaillen, sechs Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen.

Bei den Nachwuchssportlern der Altersklasse U23 gingen 3 Sportler in 2 Sportarten an den Start und erkämpften zwei Goldmedaillen, eine Silbermedaille und eine Bronzemedaille.

Im Nachwuchs der Altersklassen Junioren und Jugend nahmen 18 Sportlerinnen und Sportler in 9 Sportarten an den Welt- und Europameisterschaften teil. Sie erzielten vier Goldmedaillen, zwei Silbermedaillen und drei Bronzemedaillen.


3.1. Leistungsbilanz Erwachsene

Sportart WK Name Verein Ergebnisse olympische Disziplin Ergebnisse nichtolympische Disziplin
Boxen EM Woge, Robert Könn. 1. Kampf verloren
Judo EM Wollert, Heide SVH 2. Platz 70 kg
Malzahn, Claudia SVH kein Start (verletzt)
Kanu-Slalom EM Pfannmöller, Stefan BSV 5. Platz C1 1. Platz 3xC1
Pfannmöller, Erik BSV 2. Platz K1 3. Platz 3xK1
WM Pfannmöller, Stefan BSV 4. Platz C1 1. Platz 3xC1
Pfannmöller, Erik BSV 13. Platz K1 9. Platz 3xK1
Becker, Marcus BSV 2. Platz C2 2. Platz 3xC2
Henze, Stefan BSV 2. Platz C2 2. Platz 3xC2
Leichtathletik EM Wakan, Katja HLF 8. Platz 4x100m
20. Platz 100m
Ringen EM Thiele, Sven SVH 12. Platz 120 kg
Rudern WM Naruhn, Philipp SVH 1. Platz R4+
Eichner, Florian SVH 1. Platz R4+
Schwimmen EM Biedermann, Paul SVH 7. Platz 200F
27. Platz 400mF
7. Platz 4x200mF
WM Raelert, Andreas SVH 29. Platz
Wasserspringen EM Wels, Andreas SVH 1. Platz Synchron
Dieckow, Katja SVH 5. Platz 3m
Behindertensport WM Iser, Ulrich ABSV Halle 3. Platz Kugel
8. Platz Diskus


3.2. Leistungsbilanz Nachwuchs

- Anschluss (U23) -

Sportart WK Name Verein Ergebnisse olympische Disziplin Ergebnisse nichtolympische Disziplin
Rudern NC-U23 Schneemann, Tina SVH 4. Platz R4o
Gulyas, Martin SVH Ersatzmann
Schwimmen JWM Schreiber, Daniela SVH 1. Platz 50mF
1. Platz 100mF
2. Platz 4x100mF
3. Platz 4x200mF


- Nachwuchs -

Sportart WK Name Verein Ergebnisse olympische Disziplin Ergebnisse nichtolympische Disziplin
Basketball JEM U20 Holtz, Karolin SVH 6. Platz
Hübner, Katrin SVH 6. Platz
JEM U18 Dietz, Nicole SVH 12. Platz
Eggert-Menz, Tina SVH 12. Platz
Prötzig, Nadja SVH 12. Platz
Behindertensport JuWM Laaß, Sven SVH 1. Platz Sprint-Mehrkampf (100m,200m)
1. Platz 4x100m (nur 1 Staffel am Start)
Judo JuEM Malzahn, Luise SVH 1. Platz 70 kg
Kanu-Slalom JWM Mehnert, Marcus BSV 4. Platz C1 1. Platz 3xC1
Becker, Thomas Merseb 3. Platz C2 6. Platz 3xC2
Behling, Robert Merseb 3. Platz C2 6. Platz 3xC2
LA U20-WM Zimmer, Vivian HLF 7. Platz Speer
Lange, Thomas HLF 25. Platz Speer
Ringen JuEM Rau, Florian SVH 8. Platz 69 kg
Rudern JWM Zimmermann, Christoph SVH 2. Platz R4o
Becker, Anne SVH 3. Platz R8
Schwimmen JEM Günther, Karoline SVH 2. Platz 4x100mF
7. Platz 50mF
Luster, Jeanette SVH 14. Platz 200mS
16. Platz 100mS
Wasserspringen JEM Fiedler, Franziska SVH 16. Platz 1m


4. Förderung mit Effizienz

Der am Beginn des Olympiazyklus sichtbar gewordene Generationswechsel bei den Spitzenathleten ist inzwischen weitgehend vollzogen.
Junge Athletinnen und Athleten haben den Übergang vom Anschlusstraining in den Hochleistungsbereich erfolgreich absolviert und befinden sich gemeinsam mit den trainingsälteren und den hoffnungsvollen Nachwuchstalenten in der Olympiaqualifikation.
Folgende durch die Stiftung geförderte Sportlerinnen und Sportler gehören aktuell zu den Top-Teams Peking ihrer Fachverbände und sind in den Olympiakader des Landes Sachsen-Anhalt berufen:

Robert Woge, Marcel Herfurth (Boxen),
Nadine Müller, Norman Müller, Vivian Zimmer (Leichtathletik),
Marcus Becker, Stefan Henze, Robby Simon, Kay Simon, Erik Pfannmöller, Stefan Pfannmöller (Kanuslalom),
Claudia Malzahn, Heide Wollert (Judo),
Christian Schreiber, Marco Spielau, Philipp Naruhn, Florian Eichner (Rudern),
Paul Biedermann, Daniela Schreiber (Schwimmen),
Matthias Fahrig (Turnen),
Andreas Wels, Katja Dieckow (Wasserspringen).

Unser Programm "Aus dem Nachwuchs in die Spitze" bewährt sich in vollem Umfang, wobei wir auf die Durchgängigkeit der Förderung setzen.

Breiten Raum nahmen und nehmen die Maßnahmen zur Berufsförderung ein.
Das Projekt "Flexible Berufsausbildung für Leistungssportler", Unternehmens-partnerschaften sowie die Kooperation mit Partnerhochschulen/Universitäten bilden dabei das Fundament.
Ziel ist die individuelle Förderung der leistungsstärksten Athletinnen und Athleten in den vom Olympiastützpunkt betreuten Schwerpunktsportarten. Dabei verstehen wir Förderung zunehmend als Komplex aus Berufsförderung (Anstellungen, Ausbildungsplätze, Studienplätze, Praktika), Individualförderung (leistungsbezogene Aufwandsentschädigung), Marketing (Unternehmenskommunikation mit Athleten und den Schwerpunktevents).

Von Seiten des bze Bildungszentrum Energie, unserem Hauptpartner im Projekt "Flexible Berufsausbildung für Leistungssportler", werden seit mehreren Jahren mangelnde Voraussetzungen für die Berufsausbildung bei den Abgängern der 10. Klassen festgestellt.
Den Aufnahmetest für ihren Wunschberuf bestehen ca. 60% der Teilnehmer nicht. Sie werden dann gemeinsam mit Eltern und Olympiastützpunkt neu orientiert, um einen ihrem Leistungspotential entsprechenden beruflichen Bildungsweg einzuschlagen.
Für einige Athletinnen und Athleten ist es erforderlich, Maßnahmen zur Erlangung der Berufsbildungsfähigkeit einzuleiten.
Hierzu steht das Förderprogramm "Ich pack das!" von unserem Beiratsmitglied enviaM zur Verfügung.
Wir können feststellen, dass sich unser Berufsförderungsprojekt nun schon im 11. Jahr bewährt.

Da die Diskrepanz zwischen dem Leistungsstand der Realschulabsolventen und den Zugangsanforderungen für die Berufsausbildung zunehmend größer wird, wird der Stiftungsvorstand gemeinsam mit dem bze und den Sportschulen Wege zur Verbesserung der Situation beraten.
Insgesamt führte die Abstimmung mit weiteren Fördermittelgebern (Landessportbund, Olympiastützpunkt, Stiftung Deutsche Sporthilfe) auch im zurückliegenden Jahr zu außerordentlicher Zielgenauigkeit des Mitteleinsatzes.

Am 18. Dezember 2006 fand um 18.00 Uhr die Berufung des Junior-Teams der Region Halle statt.
Die Stadt- und Saalkreissparkasse Halle war Gastgeber und stellte das Kunstforum der Sparkasse für die Veranstaltung zur Verfügung.
14 Athletinnen und Athleten wurden in das Junior-Team berufen: Karolin Holtz (Basketball), Kathrin Hübner (Basketball), Luise Malzahn (Judo), Marcus Mehnert (Kanu-Slalom), Thomas Becker (Kanu-Slalom), Robert Behling (Kanu-Slalom), Vivian Zimmer (Leichtathletik), Thomas Lange (Leichtathletik), Anne Becker (Rudern), Christioph Zimmermann (Rudern), Jeanette Luster (Schwimmen), Karolin Günther (Schwimmen), Theresa Michalak (Schwimmen), Franziska Fiedler (Wasserspringen).

Diese Berufung ist Ausdruck dafür, dass die Förderstrategie der Stiftung Sport Region Halle richtig und erfolgreich ist - alle berufenen Athletinnen und Athleten erhielten finanzielle, materielle oder berufliche Unterstützung durch unsere Stiftung.

Anlässlich dieser Berufungsveranstaltung wurde Sven Thiele, erfolgreicher Ringer, von der internationalen Bühne feierlich verabschiedet.

Weiterhin wurde Daniela Schreiber (Schwimmen) zur Besten Nachwuchssportlerin der Region Halle 2006 und Klaus Ritter (Rudern) zum besten Trainer der Region Halle 2006 ausgezeichnet.


5. Fortschreibung unserer Projekte

In den vom Olympiastützpunkt Magdeburg/Halle besonders geförderten Schwerpunktsportarten stehen sowohl im Nachwuchs als auch in der Spitze Athleten zur Verfügung, die an den internationalen Höhepunkten ihrer Fachverbände teilnehmen.
Sie demonstrieren durch das Erkämpfen von Siegen, Medaillen und vorderen Platzierungen das hohe Niveau der Sportentwicklung in der Region Halle und geben vielen Bürgern Beispiel und Ansporn zum eigenen Sporttreiben.
Da es jeweils einzelne Talente sind, die von ihren Trainern aus dem Nachwuchs in die Spitze geführt werden, gilt ihnen unsere besondere Aufmerksamkeit.
Unsere Projekte "Juniorteam - Region Halle" (Nachwuchs), "Team 2008 - Region Halle" (Anschluss) und "Individualförderung" (Spitze) sichern dabei die leistungsbezogene Förderung aus dem Nachwuchs in die Spitze.
Einen wichtigen Stellenwert besitzt das "Juniorteam", welches jährlich mit zweckgebundenen Mitteln der Stadt- und Saalkreissparkasse ausgestattet wird.
Erfolg oder Misserfolg beim erstmaligen Einsatz zu internationalen Meisterschaften beeinflusst häufig die Überlegungen zu Fortführung oder Abbruch der sportlichen Karriere.
Finanzielle und berufliche Fördermöglichkeiten spielen bei der Entscheidungsfindung zur persönlichen Lebensplanung der jungen Athletinnen und Athleten eine gewichtige Rolle.
Unser komplexes Förderprogramm aus Berufsförderung und finanzieller Unterstützung zeigt Entwicklungsperspektiven in der Region auf und ist deshalb sehr wirksam.

Aus dem Kreise der besten 18 Nachwuchsathletinnen und -athleten unserer Region der Sportarten Basketball, Behindertensport, Judo, Kanu-Slalom, Leichtathletik, Ringen, Rudern, Schwimmen und Wasserspringen, die bei offiziellen Höhepunkten gute Ergebnisse erzielten, wurde zum elften Mal der
"Beste Nachwuchssportler der Region Halle" gewählt.

Für ihre beiden Goldmedaillen, eine Silber- und eine Bronzemedaille im Schwimmen bei den Juniorenweltmeisterschaften 2006 in Rio des Janeiro wurde Daniela Schreiber der Förderpreis zuerkannt.

Die bisherigen Preisträger waren:

1996 Robert Kroll, Schwimmen, Junioreneuropameister
1997 Marco Rudolph, Rudern, 2. Platz Juniorenweltmeisterschaft
Christian Schreiber, Rudern, 2. Platz Juniorenweltmeisterschaft
1998 Markus Becker, Kanuslalom, Juniorenweltmeister
Stefan Henze, Kanuslalom, Juniorenweltmeister
1999 Markus Becker, Kanuslalom, Junioreneuropameister
Stefan Henze, Kanuslalom, Junioreneuropameister
2000 Kathleen Kluge, Leichtathletik, Juniorenweltmeisterin
2001 Claudia Malzahn, Judo, Europameisterin U20
2002 Katja Dieckow, Wasserspringen,
3. Platz Juniorenweltmeisterschaft, Synchronspringen,
2. Platz Junioreneuropameisterschaft 1-Meter-Brett,
2. Platz Junioreneuropameisterschaft, Synchronspringen
2003 Erik Pfannmöller, Kanuslalom, 2. Platz Junioreneuropameisterschaft
2004 Vivian Zimmer, Leichtathletik, Juniorenweltmeisterin
2005 Marcel Herfurth, Boxen, 2. Platz Junioreneuropameisterschaft
2006 Daniela Schreiber, Schwimmen, Doppeljuniorenweltmeisterin


6. Die Tätigkeit des Vorstandes

Satzungsgemäß, auf Grundlage der Förderrichtlinien und an den Schwerpunkten des Jahresplanes 2006 orientiert, wurde an der Erfüllung der gestellten Förderziele gearbeitet.
Von den 73 eingereichten Förderanträgen konnten 58 positiv beschieden werden.
Davon entfielen 29 auf Individualförderung, 18 auf Vereinsförderung und 11 auf Veranstaltungsförderung.

Einschließlich der Projekte
  • "Bester Nachwuchssportler der Region Halle",
  • "Team 2008 - Region Halle",
  • "Junior Team Region Halle",
  • "Nachwuchsförderung - Wohnraum"
  • wurden rund 152 T€ an Fördermitteln ausgereicht.
Die in gemeinsamer Initiative mit dem Olympiastützpunkt Magdeburg/Halle gestartete Fördermaßnahme zur Verbesserung der Mobilität für Nachwuchssportler des "Team 2008 - Region Halle" bewährte sich im sechsten Jahr.

Die anhaltend komplizierte Situation am Arbeitsmarkt bestätigte den Vorstand darin, sich dem Projekt "Flexible Berufsausbildung für Leistungssportler" weiterhin nachhaltig zu widmen.
Mit dem Blick auf die gegenwärtige Altersstruktur der heimischen Topathleten und auf die Planung für die Zukunft in der Region kommt diesem Projekt wachsende Bedeutung zu.

Der Vorstand führte planmäßig vier Sitzungen durch.
Folgende Partner waren Gastgeber, informierten über ihre Aufgaben und brachten Anregungen zur Arbeit der Stiftung ins Gespräch:
  • Bauer Elektroanlagen GmbH,
  • C.A.R.E. GmbH,
  • Deloitte & Touche GmbH,
  • Acerplan Planungsgesellschaft mbH.
Die Kuratoriumssitzung 2006 fand am 20. März in den Räumen der Stadt- und Saalkreissparkasse Halle statt.
Im Mittelpunkt dieser Beratung stand die Bestimmung der Förderstrategie der Stiftung Sport Region Halle in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2008 und 2012.
Die Stiftung Sport Region Halle konzentriert sich auf leistungsbezogene Förderung der Kaderathleten aus Spitze und Nachwuchs sowie die Berufsförderung.

Bei der Veranstaltungsförderung stehen die Events folgender Schwerpunktsportarten im Vordergrund:
  • Bundesstützpunkte
  • Leichtathletik
  • Rudern
  • Wasserspringen
  • Judo (mit Leipzig)
  • Kanu-Slalom (mit Leipzig)
Bundesstützpunkte - Nachwuchs
  • Boxen
  • Rhythmische Sportgymnastik
  • Turnen - männlich
  • Schwimmen
  • Basketball - weiblich
Das Kuratorium verständigte sich dabei auf eine gemeinsame Position bezüglich der Förderstrategien und gab Handlungsempfehlungen an alle Stiftungsgremien und Partnerunternehmen.

Die Jahrestagung der Stiftungsorgane wurde am 19. Mai 2006 im Maritim Hotel Halle durchgeführt.
Dr. Sven Baumgarten, Abteilungsleiter der Stiftung Deutsche Sporthilfe und Pate bei der Gründung unserer Stiftung im Jahr 1994, sprach über die gute Zusammenarbeit, um eine effiziente Förderung unserer Spitzenkader zu erreichen. Seine Teilnahme an der Jahrestagung wertete Herr Bichoel als Ausdruck fester Verbundenheit mit der Stiftung Sport Region Halle.
Anlässlich der Jahrestagung wurden Vorstand und Kassenprüfer einstimmig gewählt sowie das Kuratorium berufen.

Vorstand:
  • Prof. Dr. Matthias Krause, Technischer Geschäftsführer der EVH GmbH
  • Reinhard Schröter, Geschäftsführer IHK Halle-Dessau
  • Dieter Engelmann, Vorstand Stadt- und Saalkreissparkasse Halle
  • Herbert Feigl, RAe Feigl und Partner
  • Wolfgang Tischer, Präsidium Stadtsportbund Halle e.V.
Kassenprüfer:
  • Thomas Drüppel, Deloitte & Touche GmbH
  • Kay Jajk, Connex Steuer- und Wirtschaftsberatung GmbH
Kuratorium:
  • Ingrid Häußler, Oberbürgermeisterin Stadt Halle
  • Wilfried Klose, Sprecher der Geschäftsführung Stadtwerke Halle GmbH
  • Friedrich Stumpf, Vorstand Stadt- und Saalkreissparkasse Halle
  • Wolfgang F. Eschment, Vorstand Verbundnetz Gas AG
  • Günter Papenburg, Unternehmensgruppe Papenburg
  • Knut Bichoel, Landrat Saalkreis
  • Rolf Schnell, Olympiastützpunkt MD/HAL, Club International
  • Ralf Hiltenkamp, Vorstand envia Mitteldeutsche Energie AG
  • Heinz Kiegeland, Sprecher der Geschäftsführung Mitteldeutsches Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG
  • Manfred Aumann, Dow Olefinverbund GmbH
  • Jörg Henning, Ehrenmitglied
Das Unternehmen ABB Utilities GmbH, vertreten durch Herrn Wolf-Günter Janko, Leiter Marketing, Vertrieb & Accountmanagement Energietechnik, wurde in den Beirat der Stiftung Sport Region Halle einstimmig kooptiert.

Wie im Vorjahr verständigten sich Vorstand, Beirat und Kuratorium darauf, die Sportförderung auf hohem Niveau fortzuführen.

Zum abendlichen Galadinner waren 300 Gäste und Partner der Stiftung gekommen.
Viele Gäste nutzten nach dem Dinner die Möglichkeit zum Tanz bis in die Morgenstunden hinein.
Großes Vergnügen bereitete den Teilnehmern der traditionelle Wettbewerb Basketball shoot-out, bei dem Sieger und Plazierte anspruchsvolle Preise gewinnen konnten.


7. Haushaltsplan 2007

Der Haushaltsplan spiegelt die Schwerpunktaufgaben zur Weiterentwicklung der Stiftungstätigkeit 2007 wider.
Dem weiter anwachsenden Förderbedarf wird durch die Fortführung der Förderungen auf dem hohen Niveau der Vorjahre Rechnung getragen.
Die dafür erforderlichen Mittel werden vornehmlich durch Spenden der Mitgliedsunternehmen und Akquisition weiterer Wirtschaftspartner für die Mitarbeit im Stiftungsbeirat erwirtschaftet.
Hierzu soll auch die erste Medien-Sport-Wirtschafts-Party dienen.
Auf Empfehlung der Stiftungsorgane wird diese neue Veranstaltungssform das Galaessen ersetzen und erstmals am 28. September 2007 in der Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg/Unstrut durchgeführt.
Wir folgen damit dem Wunsch insbesondere von vielen Beiratsmitgliedern, ein Event zu kreieren, welches weniger protokollarischen Zwängen folgt und dem wachsenden Kommunikationsbedarf Rechnung trägt

Die Stiftung Sport Region Halle sieht ihre besondere Aufgabenstellung dabei in der noch akzentuierten Unterstützung der Talente.
Schwerpunkt für das Jahr 2007 ist die Individualförderung als Komplex von sportfachlicher Förderung (durch den OSP), finanzieller Förderung und Berufsförderung durch die Stiftung Sport Region Halle und ihre Mitgliedsunternehmen.

Die beschriebenen Arbeitsschwerpunkte für das Geschäftsjahr fanden ihren Niederschlag in der Budgetplanung 2007. Neben den Förderausgaben und Aufwendungen für Projekte sind ebenso Mittel für Öffentlichkeitsarbeit wie für unvorhergesehene Ausgaben eingestellt.

Einnahmen Plan 2007 in € Plan Vorjahr in €
Spenden (bis 5 T€), Bußgelder 20.000,00 17.000,00
Spenden (ab 5 T€) 65.000,00 60.000,00
Spenden zweckgebunden 25.000,00 5.000,00
Spende Junior Team Region Halle 30.000,00 30.000,00
Zustiftungen 30.000,00 30.000,00
Zinseinnahmen 43.000,00 43.000,00
Erträge aus Nutzungsrechten 5.000,00 5.000,00
Überschuss 2006 1.222,42 5.181,48
219.222,42 195.181,48


Ausgaben Plan 2007 in € Plan Vorjahr in €
Förderung 174.000,00 150.000,00
  Athleten 91.000,00 60.000,00
  Vereine zweckgebunden 25.000,00 5.000,00
  Vereine allgemein 15.000,00
  Veranstaltungen 15.000,00 25.000,00
Projekte
  Junior Team Region Halle 30.000,00 30.000,00
  Team 2008 Region Halle 10.000,00 12.000,00
  NW-Sportler 3.000,00 3.000,00
Kosten der lf. Verwaltung 10.222,42 10.181,48
Öffentlichkeitsarbeit 2.500,00 2.500,00
Unvorhergesehene Ausgaben 2.500,00 2.500,00
Erhöhung des Stiftungskapitals 30.000,00 30.000,00
219.222,42 195.181,48
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