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Jahresbericht 2005


1. Die gesellschaftspolitische Bedeutung des Sports
(Auszug aus dem 10. Sportbericht der Bundesregierung)

Das Staatswesen in der Bundesrepublik Deutschland braucht den Sport und die ihn tragenden Sportorganisationen, da sie für die Stabilisierung und Wohlfahrt der Gesellschaft gerade angesichts eines beschleunigten sozialen Wandels unverzichtbare Leistungen erbringen.
Staatliche Förderung subventioniert nicht den individuellen Konsum, sondern unterstützt die gesellschaftspolitischen Effekte des Sports. Die Bundesregierung richtet ihre Politik auf die Entfaltung und Stärkung dieser positiven Funktionen. Die Erwartungen an die Leistungsfähigkeit des organisierten Sports sollten dabei aber realistisch bleiben und Überforderungen und Übertreibungen vermeiden.
Die gesellschaftspolitische Bedeutung des Sports lässt sich an einigen Beispielen verdeutlichen:

Beitrag zur Bildung von Sozialkapital
Der organisierte Sport gehört zu den wichtigsten Quellen sozialen Kapitals in Deutschland. In ihm manifestiert sich als Element jener eigene Bereich der Zivilgesellschaft, der zwischen marktwirtschaftlich organisierten Unternehmen,
staatlichem Entscheidungs- und Verwaltungshandeln und informeller Privatsphäre angesiedelt ist, gesellschaftliche Selbstorganisation. Sportvereine tragen als "Kitt" zum sozialen Zusammenhalt der komplexen, pluralistischen Gesellschaft bei. In ihnen entwickelt sich Vertrauen der Menschen zu einander, das für die Funktionsfähigkeit sozialer Beziehungen in der Gesellschaft insgesamt unentbehrlich ist.

Inzwischen gibt es rund 88 000 Vereine in Deutschland. Sportvereine haben gerade auch in den neuen Ländern, wie empirische Studien zeigen, in Zeiten politisch-ökonomischer und sozialer Umbrüche zur Handlungssicherheit und Stabilität beigetragen. Die ostdeutschen Sportvereinsmitglieder bieten eindrucksvolle Beispiele für die zur Selbstorganisation fähige Zivilgesellschaft in den neuen Ländern.

Beitrag zur sozialen Integration
Die Integration unterschiedlichster Gruppen und Schichten in das Gemeinwesen ist eine Aufgabe von größter gesellschaftlicher Bedeutung. Sportvereine sind in Deutschland die freiwilligen Vereinigungen, die mit über 28,5 v. H. den höchsten Anteil an Mitgliedschaften in der Bevölkerung aufweisen. Die Einbindungskraft bei bisher noch unterrepräsentierten Gruppen wie etwa Frauen und Senioren nimmt stetig zu. Insbesondere für Kinder und Jugendliche leisten Sportvereine einen überragenden Beitrag zur Integration in die gesellschaftlichen Zusammenhänge. Nur noch 18 v. H. der Heranwachsenden haben im Verlauf ihrer Jugendphase überhaupt keinen Kontakt zu Sportvereinen.
Angesichts der mit den Mobilitätserfordernissen auf dem Arbeitsmarkt einher-gehenden Probleme des Verlustes an Bindung bietet der Sport gute Möglichkeiten der sozialen Wiedereinbindung. Bedeutsame Integrationsleistungen erbringt er für Aussiedler und Migranten. Behinderte Menschen werden in wachsendem Maße in den organisierten Sport einbezogen. Generell gelingt Integration, bei aller notwendigen differenzierten Betrachtung, in Sportvereinen offenbar problemfreier als in anderen Handlungsbereichen. Sport ist wegen seiner für alle gemeinsamen Sprache auch im Rahmen des europäischen Integrationsprozesses von Bedeutung.

Beitrag zum bürgerschaftlichen Engagement
Der organisierte Sport ist in Deutschland mit Abstand der größte Sektor freiwilligen Engagements. Ehrenamtliche Mitarbeit im Sinne eines Vorstands- und Leitungsamtes, formal festgelegter Anleitungs- und Betreuungstätigkeit wie auch Freiwilligenarbeit in Form informellen aktiven Mithelfens tragen den Sportverein und sichern nicht zuletzt die Unabhängigkeit vom Staat. Das Prinzip der freiwilligen Mitarbeit der Sportvereinsmitglieder ist lebendig und zukunftsfähig. Allerdings bedarf es zeitgemäßer und differenzierter Formen der Mobilisierung und Stabilisierung freiwilligen Engagements, die auch zu einer stärkeren Beteiligung von Frauen in Führungsämtern beitragen. Freiwilliges Engagement stellt aber nicht nur eine Ressource dar, vielmehr drückt sich in ihm auch solidarisches Verhalten, gesellschaftliche Anteilnahme und Verantwortungsfreude aus. Die nach innen auf den Erhalt und die Pflege der Gemeinschaft orientierten Motive werden, so die Erkenntnisse empirischer Studien, ergänzt durch einen nach außen gerichteten Bürgersinn. Zu den zentralen Merkmalen der Sportvereine zählen demokratische Entscheidungsstrukturen mit entsprechenden Partizipations- und Mitbestimmungsmöglichkeiten, gerade auch für jugendliche Vereinsmitglieder. Hier findet sich ein Rahmen für gelebte Demokratie. Im organisierten Sport entfaltet sich bürgerschaftliches Engagement, das dem freiheitlich demokratischen Gemeinwesen zugute kommt.

Beitrag zur Identifikation
Die identitätsstiftende Wirkung des Sports ist unbestritten. Durch ihn wird regionale, nationale und auch internationale Repräsentation ermöglicht. Leistung und Auftreten unserer Spitzensportlerinnen und -sportler - gleichgültig, ob behindert oder nicht behindert - sind Ausweis des Ansehens Deutschlands in aller Welt. Spitzensportliche
Erfolge sind nicht nur Motivation zu verstärktem Engagement im Freizeit- und Breitensport, sondern schaffen auch lokale und nationale Identität. Durch die Identifikation mit Sportlerinnen und Sportlern, nicht zuletzt bei Sportgroß-veranstaltungen, entwickeln sich Zusammengehörigkeits- und Selbstwertgefühl. Die Identifikation der Bürger mit dem eigenen Gemeinwesen stabilisiert und stärkt die Gesellschaft und festigt die Basis einer freiheitlichen Lebensordnung.

Beitrag zur Einübung sozialen Verhaltens
Der Sport ermöglicht dem Menschen fundamentale Erfahrungen seiner Existenz als Individuum und soziales Wesen, nämlich Freiheit und Bindung zugleich: die freiwillige
Einordnung in eine Gemeinschaft, die Anerkennung von Regeln und die Handhabung von Mechanismen der kontrollierten Konfliktlösung. Durch den Sport werden Werthaltungen und Fähigkeiten konkret weitergegeben, die abstrakt und theoretisch nur unzulänglich gelehrt werden können. Grundsätzlich eignet sich der Sport, die Entwicklung norm- und wertkonformer persönlicher Charaktermerkmale zu unterstützen. Anpassung und Einordnung, Team- und Kooperationsfähigkeit, aber auch Selbstbehauptung und Durchsetzungsvermögen werden gefördert. Eine besondere Verantwortung kommt den Übungsleitern, Trainern und Jugendleitern zu, denn über sie werden die Elemente der Sportmoral wie Fairness, Toleranz, Achtung vor dem Gegner, angemessener Umgang mit Sieg und Niederlage vermittelt.

Beitrag zur Anerkennung des Leistungsprinzips
Der Sport trägt das Leistungsprinzip in sich. Die unverändert aktuelle Vorgabe "schneller, höher, weiter" setzt Chancengleichheit voraus. Leistung, Ausdauer und Disziplin zu bejahen, gilt nicht nur für sportliche Betätigungen; diese Bereitschaft entspricht den Erfordernissen der modernen Gesellschaft generell. Es widerspräche der natürlichen menschlichen Veranlagung, persönliche Leistungen nicht zu honorieren, gleichgültig, ob sie auf dem Sport- oder am Arbeitsplatz erbracht werden. In gleichem Maße, wie die Leistungen von Spitzensportlerinnen und -sportlern die Faszination des Sports bestimmen, ist auch die moderne Gesellschaft auf die Bereitschaft zu besonderem Einsatz angewiesen, wenn sie innovations- und damit zukunftsfähig bleiben will.

Beitrag zur Gesundheit
Die gegenwärtige Gesellschaft ist u. a. dadurch gekennzeichnet, dass körperliche Arbeit zunehmend an Bedeutung verliert, während gleichzeitig verstärkt Bewegungsmangel, Überernährung und Zivilisationskrankheiten zu verzeichnen sind, die das Gesundheitssystem in der Gesellschaft in wachsendem Maße finanziell belasten.
Sportliche Betätigung bedeutet, die Eigenverantwortlichkeit für das individuelle Wohlbefinden anzunehmen. Sie steht damit für gesundheitsorientiertes Verhalten ebenso wie für ein gestiegenes Körper- und Gesundheitsbewusstsein der Menschen, das sich in einem entsprechenden Lebensstil hinsichtlich Ernährung und medizinischer Vorsorge ausdrückt. Der Stellenwert des Sports für Prävention und Rehabilitation kann daher nicht hoch genug bewertet werden.

Beitrag zur Entwicklungsbewältigung und Lebenshilfe
Das vom organisierten Sport aufgebaute dichte soziale Netz dient der Unterstützung bei der Bewältigung der Fährnisse des Lebens. Für Jugendliche erleichtern die sozialen Beziehungen mit den Gleichaltrigen, die sie am Sportverein besonders schätzen, den Weg zur Identitätsbildung.
Im Verein integrierte Jugendliche weisen deutlich geringere jugendtypische Belastungen und Überforderungen auf, zudem verfügen sie über höhere Selbstkompetenz und größeres Selbstvertrauen. Auch bei vorsichtiger Würdigung der Wirkungen ist unstrittig, dass vom organisierten Sport pädagogisch wertvolle Unterstützungsleistungen für die Entwicklung von Heranwachsenden ausgehen. Zudem kann der Sport helfen, Isolationen und Verstrickungen aufzubrechen und damit einen wertvollen sozialpräventiven Beitrag leisten. Die Kommunikations-möglichkeiten in der sozialen Gruppe wirken bei Senioren einer möglichen Vereinsamung im Alter entgegen und verbessern die Lebensqualität.


2. Verbesserte Stimmung in der Wirtschaft
(Auszug aus dem Konjunkturbericht der IHK Halle-Dessau)

Die Tätigkeit der Stiftung Sport Region Halle ist eingebettet in die gesellschaftliche Entwicklung der mitteldeutschen Industrieregion. Das finanzielle Engagement von Unternehmen für die Stiftungsziele vollzieht sich in Abhängigkeit vom Konjunkturverlauf.

Die Stimmung in der Wirtschaft im IHK-Bezirk Halle-Dessau hat sich zum Jahresende 2005 deutlich verbessert. Alle Branchen melden verbesserte Lagewerte: die Industrie auf neuen Hochständen, das Dienstleistungsgewerbe wieder deutlich im produktiven Bereich und Bau, Handel und Verkehr auf guten, teilweise positiven Niveaus. Bei den Erwartungen herrscht verhaltener Optimismus.

Wie lange die gute Stimmung anhält, ist allerdings unklar. Während die Industrie nach wie vor stabil wächst und auch das Dienstleistungsgewerbe seit langem eine Erholung von den Tiefstwerten Anfang 2002 durchläuft, stehen Bau, Handel und Verkehr nach wie vor unter erheblichem Druck. Ein Ende des Schrumpfungs-prozesses ist nicht in Sicht.

Dabei steht die Wirtschaft im IHK-Bezirk Halle-Dessau nicht allein mit ihrer Einschätzung, die Konjunkturindikatoren auf gesamtdeutscher Ebene zeigen die gleiche Richtung. Eine positive, durch die Medien vermittelte Stimmung ist allgegenwärtig. Ein endlich vollzogener Regierungswechsel inklusive zahlreicher wirtschaftspolitischer Ankündigungen und die Bevorstehende Fußballweltmeisterschaft sind die Hoffnungsträger.

Geschäftslage deutliche verbessert
Die Geschäftslageeinschätzung der Unternehmen zeigt sich im Vergleich zum Vor- und Vorjahresquartal deutlich verbessert. Sie erreicht mit einem Wert von 16,4 Prozentpunkten die beste Einschätzung seit 1995. Den größten Anteil hieran haben erneut die Industrie und der Dienstleistungsbereich, aber auch Bau, Handel und Verkehr melden verbesserte Lageeinschätzungen. Zu den Ursachen für die Steigerungen befragt, ergibt sich ein differenziertes Bild, das in den einzelnen Branchen noch zu betrachten sein wird.

Geschäftserwartungen leicht verbessert
Mit -17,6 Prozentpunkten werden die Geschäftserwartungen gegenüber Vor- und Vorjahresquartal verbessert eingeschätzt. Dabei befinden sich einzig die Einschätzungen der Industrie im positiven Bereich, tiefrote Salden bei Bau, Handel und Verkehr können dagegen nicht befriedigen.


3. Die Ergebnisse der halleschen Teilnehmer an Welt- und Europameisterschaften 2005

Im Bereich der Spitze nahmen 14 Sportlerinnen und Sportler in 9 Sportarten an den Welt- und Europameisterschaften teil. Sie erreichten eine Goldmedaille, sieben Silbermedaillen und fünf Bronzemedaillen.

Bei den Nachwuchssportlern der Altersklasse U23 gingen 7 Sportler in 3 Sportarten an den Start und erkämpften eine Silbermedaille und eine Bronzemedaille.

Im Nachwuchs der Altersklassen Junioren und Jugend nahmen 21 Sportlerinnen und Sportler in 7 Sportarten an den Welt- und Europameisterschaften teil. Sie erzielten sechs Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen.

3.1. Leistungsbilanz Erwachsene

Sportart WK Name Verein Ergebnisse olympische Disziplin Ergebnisse nichtolympische Disziplin
Boxen WM Woge, Robert Könn. 1. Kampf verloren
Judo EM Malzahn, Claudia SVH 3. Platz 63 kg
Wollert, Heide SVH unplatziert
Kanu-Slalom EM Pfannmöller, Stefan BSV 1. Platz C1 2. Platz 3 x C1
Pfannmöller, Erik BSV 3. Platz K1 2. Platz 3 x K1
Becker, Marcus BSV 10. Platz C2 2. Platz 3 x C2
Henze, Stephan BSV 10. Platz C2 2. Platz 3 x C2
WM Pfannmöller, Stefan BSV 5. Platz C1 2. Platz 3 x C1
Pfannmöller, Erik BSV 34. Platz K1 13. Platz 3 x K1
Becker, Marcus BSV 3. Platz C2
Henze, Stefan BSV 3. Platz C2
Rudern WM Schreiber, Christian SVH 3. Platz D2
Schwimmen WM Biedermann, Paul SVH 7. Platz 4 x 200mF
18. Platz 200mF
20. Platz 400mF
21. Platz 1.500mF
Triathlon EM Raelert, Andreas SVH 16. Platz
WM Raelert, Andreas SVH 29. Platz
Turnen m. EM Fahrig, Matthias SVH 10. Platz Sprung
13. Platz Boden
Berczes, Christian SVH 12. Platz Mehrkampf
Wasserspringen EM Wels, Andreas SVH 2. Platz Synchron
8. Platz 3m
Behindertensport EM Iser, Ulrich ABSV Halle 2. Platz Kugel


3.2. Leistungsbilanz Nachwuchs

- Anschluss (U23)

Sportart WK Name Verein Ergebnisse olympische Disziplin Ergebnisse nichtolympische Disziplin
Kanu-Slalom U23-EM Käding, Christian BSV im HF ausgeschieden 9. Platz 3 x K1
Unger, Martin BSV in Quali. ausgesch. 2. Platz 3 x C1
Leichtathletik U23-EM Müller, Norman HLF 3. Platz 10-Kampf
Müller, Nadine HLF 10. Platz Diskus
Rudern NC-U23 Eichner, Florian SVH 4. Platz R8
Naruhn, Philipp SVH 4. Platz R8
Brunzlaff, Holger SVH 5. Platz R2o


- Nachwuchs -

Sportart WK Name Verein Ergebnisse olympische Disziplin Ergebnisse nichtolympische Disziplin
Basketball JEM Eggert, Tina SVH 9. Platz
Dietz, Nicole SVH 9. Platz
Scholz, Claudia SVH 9. Platz
Boxen JEM Herfurth, Marcel Naumbg 2. Platz 51 kg
Kadett.-EM Schwan, Steven Pu.MD im Achtelfinale ausgeschieden
Judo EOJS Malzahn, Luise SVH 2. Platz 70 kg
LA JEM Richter, Martin HLF 7. Platz Diskus
Börner, Katja SVH 8. Platz 100m
disqualif. 4x100m
Möhsner, Sven HLF im VK ausgesch.
Lange, Thomas HLF im VK ausgesch.
JuEM Treff, Matthias HLF 7. Platz Speer
Martin, Tino SVH 5. Platz Hochsp.
Rudern JWM Gulyas, Martin SVH 2. Platz D4
Schneemann, Tina SVH 3. Platz R4
Zimmermann, Christoph SVH 2. Platz R8
Schwimmen JEM Schreiber, Daniela SVH 3 Platz 4x100mF
4. Platz 50mF
6. Platz 100mF
Embacher, Toni SVH

6. Platz 100mS
10. Platz 4x200mF
19. Platz 100mR

Hentke, Franziska SVH

10. Platz 200mS
18. Platz 100mS
25. Platz 50mS

EOJS Michalak, Theresa SVH

2. Platz 4x100mL
6. Platz 200mB
6. Platz 100mB

Wasserspringen JEM Bürger, Carolin SVH 2. Platz Synchron
6. Platz 3m
verletzt ausgesch.
JuEM Fiedler, Franziska SVH 5. Platz 3m 5. Platz 1m



4. Förderung mit Effizienz

Nach den Olympischen Spielen von Athen vollzieht sich ein Generationswechsel bei den Spitzenathleten. Erfolgreiche und verdienstvolle Sportlerinnen und Sportler, die mehrere Olympiazyklen das internationale Leistungsniveau mitbestimmt haben, beenden ihre Karriere.
Die Zukunft gehört den Talenten, die aus dem Nachwuchs in die Spitze wachsen und den Übergang vom Anschlusstraining in das Hochleistungstraining übergangslos bewältigen.
Nachdem der Focus unserer Förderung seit 1997 auf dem Nachwuchs lag, heißt es nun "aus dem Nachwuchs in die Spitze".
Eine Reihe von Athleten ist bereits erfolgreich auf dem Weg. So haben beispielsweise Claudia Malzahn und Heide Wollert (Judo), Matthias Fahrig (Turnen), Christian Schreiber (Rudern), Erik Pfannmöller, Marcus Becker und Stefan Henze (Kanu-Slalom), erfolgreich an Wettkampfhöhepunkten der Erwachsenen teilgenommen und gehören ebenso wie Katja Dieckow (Wasserspringen), Paul Biedermann (Schwimmen) und die Leichtathleten Norman Müller, Nadine Müller, Vivian Zimmer zu den Top-Teams ihrer Fachverbände in Vorbereitung auf Peking 2008. Unser gleich bleibend hoher Förderaufwand ist durch Vereinbarungen mit den Athletinnen und Athleten noch stärker als bisher an die sportliche Leistungsentwicklung gebunden.
Juniorteam (Nachwuchskader), Team 2008 (Anschlusskader) und Individualförderung (ausgewählte Top-Athleten), sind unsere Instrumente, die durchgehende Leistungsförderung vom Nachwuchs bis zur Spitze zu sichern.
Der Bereich Veranstaltungsförderung wird nicht weiterentwickelt, die Mittel wurden auf Events konzentriert, die durch die "Ständige Konferenz Sportentwicklung" zur Förderung empfohlen wurden. Die Vereinsförderung wird reduziert und durch SSB und KSB übernommen.
Breiten Raum nahmen und nehmen die Maßnahmen zur Berufsförderung ein. Das Projekt "Flexible Berufsausbildung für Leistungssportler", Unternehmenspartnerschaften sowie die Kooperation mit Partnerhochschulen/Universitäten bilden dabei das Fundament.
Ziel ist die individuelle Förderung der leistungsstärksten Athletinnen und Athleten in den vom Olympiastützpunkt betreuten Schwerpunktsportarten. Dabei verstehen wir Förderung zunehmend als Komplex aus Berufsförderung (Anstellungen, Ausbildungsplätze, Studienplätze, Praktika), Individualförderung (leistungsbezogene Aufwandsentschädigung), Marketing (Unternehmenskommunikation mit Athleten und den Schwerpunktevents).

Insgesamt führte die Abstimmung mit weiteren Fördermittelgebern (Landessportbund, Olympiastützpunkt, Stiftung Deutsche Sporthilfe) auch im zurückliegenden Jahr zu außerordentlicher Zielgenauigkeit des Mitteleinsatzes.


5. Fortschreibung unserer Projekte

Das hohe Niveau des Sports in unserer Region wird durch den Gewinn von Medaillen und Platzierungen bei den internationalen Jahreshöhepunkten der Spitze sowie auch durch Siege und Medaillen der Nachwuchsathleten bei JEM/JWM und eine Vielzahl von DM-Titeln in allen Altersklassen belegt.
Gegen den Trend der Bevölkerungsentwicklung steigen die Mitgliederzahlen in den Sportvereinen beständig an und bilden die Basis für erfolgreichen Leistungssport.
Unsere Projekte zielen darauf ab, dieses hohe Niveau zu erhalten und vor allem junge Menschen zum aktiven Sporttreiben zu motivieren.
Das "Team 2008 - Region Halle" förderte in besonderer Weise die besten Anschlusskader. Sie erhalten dadurch Möglichkeiten an Trainingslagern und Wettkämpfen der Nationalmannschaften teilzunehmen.
Auch in diesem Jahr erzielten die Athletinnen und Athleten des "Juniorteam - Region Halle" glänzende Resultate. Mit zweckgebundenen Mitteln der Stadt- und Saalkreissparkasse ausgestattet, bildet es ein wesentliches Kettenglied für das strategische Förderziel: aus dem Nachwuchs in die Spitze.

Aus dem Kreise der besten 21 Nachwuchsathletinnen und -athleten unserer Region der Sportarten Basketball, Boxen, Judo, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen und Wasserspringen, die bei offiziellen Höhepunkten gute Ergebnisse erzielten, wurde zum zehnten Mal der "Beste Nachwuchssportler der Region Halle" gewählt.

Für seine Silbermedaille im Boxen (51 kg) bei den Junioreneuropameisterschaften 2005 in Tallin wurde Marcel Herfurth der Förderpreis zuerkannt.

Die bisherigen Preisträger waren:

1996 Robert Kroll, Schwimmen, Junioreneuropameister
1997 Marco Rudolph, Rudern, 2. Platz Juniorenweltmeisterschaft
Christian Schreiber, Rudern, 2. Platz Juniorenweltmeisterschaft
1998 Markus Becker, Kanuslalom, Juniorenweltmeister
Stefan Henze, Kanuslalom, Juniorenweltmeister
1999 Markus Becker, Kanuslalom, Junioreneuropameister
Stefan Henze, Kanuslalom, Junioreneuropameister
2000 Kathleen Kluge, Leichtathletik, Juniorenweltmeisterin
2001 Claudia Malzahn, Judo, Europameisterin U20
2002 Katja Dieckow, Wasserspringen,
3. Platz Juniorenweltmeisterschaft, Synchronspringen,
2. Platz Junioreneuropameisterschaft 1-Meter-Brett,
2. Platz Junioreneuropameisterschaft, Synchronspringen
2003 Erik Pfannmöller, Kanuslalom, 2. Platz Junioreneuropameisterschaft
2004 Vivian Zimmer, Leichtathletik, Juniorenweltmeisterin
2005 Marcel Herfurth, Boxen, 2. Platz Junioreneuropameisterschaft



6. Die Tätigkeit des Vorstandes

Satzungsgemäß, auf Grundlage der Förderrichtlinien und an den Schwerpunkten des Jahresplanes 2005 orientiert, wurde an der Erfüllung der gestellten Förderziele gearbeitet.
Von den 80 eingereichten Förderanträgen konnten 58 positiv beschieden werden.
Davon entfielen 29 auf Individual-, 15 auf Vereins- und 14 auf Veranstaltungsförderung. Einschließlich der Projekte

"Bester Nachwuchssportler der Region Halle",
"Team 2008 - Region Halle",
"Junior Team Region Halle" wurden rund 147 T€ an Fördermitteln ausgereicht.

Die in gemeinsamer Initiative mit dem Olympiastützpunkt Magdeburg/Halle gestartete Fördermaßnahme zur Verbesserung der Mobilität für Nachwuchssportler des "Team 2008 - Region Halle" bewährte sich im fünften Jahr.

Die anhaltend komplizierte Situation am Arbeitsmarkt bestätigte den Vorstand darin, sich dem Projekt "Flexible Berufsausbildung für Leistungssportler" weiterhin nachhaltig zu widmen.
Mit dem Blick auf die gegenwärtige Altersstruktur der heimischen Topathleten und auf die Planung für die Zukunft in der Region kommt diesem Projekt wachsende Bedeutung zu.

Der Vorstand führte planmäßig vier Sitzungen durch.
Ein Zusammentreffen fand in den eigenen Räumen der Geschäftsstelle in der Robert-Koch-Straße 33 statt. Folgende Partner waren Gastgeber, informierten über ihre Aufgaben und brachten Anregungen zur Arbeit der Stiftung ins Gespräch:

  • Stadtwerke Halle GmbH,
  • Stadt- und Saalkreissparkasse Halle,
  • Energieversorgung Halle GmbH.

Die Kuratoriumssitzung 2005 fand am 30. März in den Räumen des Club International statt.
Im Mittelpunkt dieser Beratung stand der Stellenwert des Sports für die Weiterentwicklung unserer Region. Das Kuratorium verständigte sich dabei auf eine Konzentration der Kräfte und Mittel zur Verbesserung der Ausstrahlung von Events sowie für die Vorbereitung hallescher Athleten auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking.

Die Jahrestagung der Stiftungsorgane wurde am 22. April 2005 im K&K durchgeführt.
Nach 11 Jahren an der Spitze der Stiftung Sport Region Halle beendete Herr Jörg Henning seine Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender. Herr Dr. Matthias Krause, Technischer Geschäftsführer der Energieversorgung Halle GmbH wurde durch den Beirat einstimmig zum Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Sport Region Halle gewählt.
Der stellvertretende Beiratsvorsitzende, Herr Knut Bichoel bedankte sich im Namen des Beirates bei Herrn Henning für die geleistete Arbeit, übergab Herrn Dr. Krause die Geschäfte und wünschte dem neuen Vorstandsvorsitzenden Freude und Erfolg bei der Weiterentwicklung der Stiftung Sport Region Halle.
Das Beiratsmitglied Stadtwerke Halle GmbH wird von Herrn Wilfried Klose im Beirat vertreten. Auch dazu stimmte der Beirat einstimmig zu.

Anlässlich der Jahrestagung wurde das Kuratorium in folgender Zusammensetzung berufen:

  • Ingrid Häußler, Vorsitzende
  • Friedrich Stumpf, stellvertretender Vorsitzender
  • Jörg Henning, Ehrenmitglied
  • Manfred Aumann
  • Knut Bichoel
  • Wolfgang F. Eschment
  • Prof. Karl-Heinz Klawunn
  • Heinz Kiegeland
  • Wilfried Klose
  • Günter Papenburg
  • Rolf Schnell

Wie im Vorjahr verständigten sich Vorstand, Beirat und Kuratorium darauf, die Sportförderung auf hohem Niveau fortzuführen.
Zum abendlichen Galadinner waren 300 Gäste und Partner der Stiftung gekommen.
Viele Gäste nutzten nach dem Dinner die Möglichkeit zum Tanz bis in die Morgenstunden hinein.
Großes Vergnügen bereitete den Teilnehmern der traditionelle Wettbewerb Basketball shoot-out, bei dem Sieger und Plazierte anspruchsvolle Preise gewinnen konnten.


7. Haushaltsplan 2006

Der Haushaltsplan spiegelt die Schwerpunktaufgaben zur Weiterentwicklung der Stiftungstätigkeit 2006 wider.
Dem weiter anwachsenden Förderbedarf wird durch die Fortführung der Förderungen auf dem hohen Niveau der Vorjahre Rechnung getragen.
Die dafür erforderlichen Mittel werden vornehmlich durch Spenden der Mitgliedsunternehmen und Akquisition weiterer Wirtschaftspartner für die Mitarbeit im Stiftungsbeirat erwirtschaftet.

Die Stiftung Sport Region Halle sieht ihre besondere Aufgabenstellung dabei in der noch akzentuierteren Unterstützung der Talente.
Schwerpunkt für das Jahr 2006 ist die Individualförderung als Komplex von sportfachlicher Förderung (durch den OSP), finanzieller Förderung und Berufsförderung durch die Stiftung Sport Region Halle und ihre Mitgliedsunternehmen.

Im Mittelpunkt der Sitzung des Kuratoriums am 20. März stand die Bestimmung der Förderstrategie der Stiftung in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2008 und 2012.
Nachfolgend aufgeführte Positionen sind Handlungsempfehlungen für alle Stiftungsgremien sowie unsere Partnerunternehmen.

Förderung

  • Stiftung konzentriert sich auf leistungsbezogene Förderung der Kaderathleten aus Spitze und Nachwuchs sowie die Berufsförderung
  • Stadtsportbund und Saalkreissportbund fördern den Breiten- und Vereinssport
    die Veranstaltungsförderung wird auf Events in den Schwerpunktsportarten konzentriert

Schwerpunktsportarten - Standort Halle

Bundesstützpunkte

  • Leichtathletik
  • Rudern
  • Wasserspringen
  • Judo (mit Leipzig)
  • Kanu-Slalom (mit Leipzig)

Bundesstützpunkte - Nachwuchs

  • Boxen
  • Rhythmische Sportgymnastik
  • Turnen - männlich
  • Schwimmen
  • Basketball - weiblich

Finanzfluss

  • Stiftung ist für Akquisition zuständig
  • Mittel aus der Wirtschaft für den Breitensport werden an die Stiftung gezahlt und zweckgebunden an SSB und KSB weitergeleitet, Abstimmung erfolgt zwischen Stiftung Sport Region Halle, KSB, SSB
  • alle Mitgliedsunternehmen werden gebeten, eine angemessene Jahresspende zur Erhöhung des Budgets für Individualförderung zu leisten

Marketing

  • alle Marketing- und Sponsoringaktivitäten werden über pro sports Gesellschaft für Promotion und Sportmarketing mbH abgewickelt
  • folgende Events stehen 2006 besonders im Focus:
Wettkampf Sportart Verein
Chemiepokal Boxen LABV
Hallorenpokal Wasserspringen SV Halle
Einladungsschwimmfest Schwimmen SV Halle
Ruder-Sprintcup Rudern HRV Böllberg / Nelson im SV Halle
Werfertage Leichtathletik HLF
Mitteldeutscher Marathon Leichtathletik Mitteldeutsche Marathon GmbH
RSG - Cup RSG SV Halle
Motocross - WM Motocross MSC Teutschenthal
Bundesliga Basketball Frauen Basketball SV Halle Lions
Bundesliga Turnen - Männer Turnen SV Halle

Die beschriebenen Arbeitsschwerpunkte für das Geschäftsjahr fanden ihren Niederschlag in der Budgetplanung 2006. Neben den Förderausgaben und Aufwendungen für Projekte sind ebenso Mittel für Öffentlichkeitsarbeit wie für unvorhergesehene Ausgaben eingestellt.


Plan 2006

Einnahmen € Vorjahr (Plan)
Einnahmen aus Kleinspenden (unter 5 T€) und Bußgeldern 17.000,00 15.000,00

Erträge aus Nutzungsrechten (z.B. Produkt "Förderer", Sportkalender, Galaessen, Internet)

5.000,00 5.000,00
Zinseinnahmen 43.000,00 50.000,00
größere Spenden (ab 5 T€) 60.000,00 75.000,00
Zustiftungen 30.000,00
Spenden zweckgebunden 5.000,00 25.000,00
Spende Junior Team Region Halle 30.000,00 30.000,00
Überschuss 2005 5.181,48 4.773,82
195.181,48 204.773,82


Ausgaben € Vorjahr (Plan)
Förderung 150.000,00 160.000,00

davon:

Athleten 60.000,00 50.000,00
Vereine
allgemein 15.000,00 15.000,00
zweckgebunden 5.000,00 25.000,00
Veranstaltungen 25.000,00 25.000,00
Projekte
Team 2008 - Region Halle 12.000,00 12.000,00
NW-Sportler 3.000,00 3.000,00
Junior Team Region Halle 30.000,00 30.000,00
Kosten der lfd. Verwaltung 10.181,48 9.773,82
Öffentlichkeitsarbeit 2.500,00 2.500,00
unvorhergesehene Ausgaben 2.500,00 2.500,00
Erhöhung des Stiftungskapitals 30.000,00 30.000,00
195.181,48 204.773,82
GRUNDSÄTZE...

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SATZUNG...

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ZAHLEN UND FAKTEN...

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GESCHICHTE...

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